Thanksgiving Parade New York

Thanksgiving Day in Manhattan

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Sperre an der Avenue of the Americans

An manchen Tagen überrasche ich mich selbst. Nach meinen anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten habe ich an meinem zweiten Tag in Big Apple bereits die halbe Insel erkundet. So wie die gefühlte Hälfte der Bevölkerung von New York auch, habe ich mir die Macy’s Thanksgiving Day Parade angeschaut.

Über der Stadt kreisten die Polizei-Helikopter und es wurde, typisch amerikanisch, großzügig und mit Bedacht auf hohe Sicherheit abgesperrt. Durch Zufall erwischte ich einen Platz von dem aus ich einen sehr guter Blick auf die Parade erhaschen konnte. Während der Hello Kitty Ballon mit euphorischen und größtenteils weiblichen Hello Kitty-Hello Kitty-Schreien begleitet wurde, erfuhr der Wagen der Wampanoag-Indianer eisige Ignoranz. Die Frage, ob dies nur bei mir ein betretenes Gefühl auslöste bleibt wohl unbeantwortet.

New Yorks High Society

Einmal über die Fifth Avenue flanieren – selbstverständlich auch ein Teil meiner Liste. Feiertages sind die meisten Shops leider geschlossen. Trotzdem drängelte ich mich tapfer Block über Block mit Tausenden anderen über die High-End-Shopping-Meile. Die bereits weihnachtliche Deko zaubert selbst bekennenden Weihnachtsmuffeln Vorfreude ins Gemüt.

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Museum Mile

Richtung Upper East Side verwandeln sich die Edel Shops in Museen und teure Appartement Buildings mit Blick auf den Central Park. Einzige Schwierigkeit des Tages blieb ein scheinbar seniler Mercedes-Fahrer, der mich wohl gerne auf seiner Motorhaube gesehen hätte.

Central Park – die grüne Insel

Dank der geschlossenen Shops entschied ich mich für eine Erkundungstour des Central Parks. Zur besseren Sicht kletterte ich auf zufällig dort drapierte Felsbrocken. Angelegte Seen, grüne Wiesen, Straßenkünstler und Musiker jeder Art sowie eine Schlittschuhbahn, brachen mit meinen  bisherigen Eindrücken von teilweise düsteren Gassen und beeindruckender Architektur. Aus der Ferne erklang leise Sinatras Stimme von der Eisbahn. Langsam realisierte ich, wo ich mich gerade befand.

Big Apple Work-out

Central Park
Central Park

Was ich ebenfalls langsam realisierte war die Distanz, die ich bereits zurückgelegt hatte. Abzüglich der Umwege durch die gesperrten Straßen und den Streifzug durch den Central Park war ich bereits 55 Blocks gelaufen und der Rückweg lag noch vor mir. Also schlenderte ich diesmal etwas gemütlicher die Fifth Avenue zurück, in der sich die ersten New Yorker bereits in die Black Friday Warteschlangen einreihten. In Gedanken setze ich für morgen einen Shopping Tag auf die Liste. Möge die Christmas-Shopping-Schlacht beginnen.

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