Smog in Bejing- Ganz links steht noch die Weihnachtsdeko

How to Beijing

Chinese Nokia
Chinese Nokia

Das Wochenende verbrachte ich damit erste Schritte im Stadtzentrum zu tun und Besorgungen zu machen. Dank einer unachtsamen Minute, hatte ich es geschafft einen Tag vor meiner Abreise mein Handy nochmal saftig auf den Boden fallen zu lassen. Deshalb beschloss ich mir in China ein einfaches Exemplar nur zum Telefonieren zu besorgen. Meine Wahl fiel auf ein topaktuelles Nokia. Mein Mitbewohner und ich fummelten angestrengt und konzentriert an dem Handy herum. Irgendwie muss der Akku und die SIM-Karte dort herein. Aber wie? Mit einer Ernsthaftigkeit, die keinen Platz für Zweifel an seiner Aussage ließ, stellte mein chinesischer Mitbewohner fest: “Das muss der Grund sein warum Nokia pleite gegangen ist.”

Beijing on fire

Immer wenn ich in Beijing vor die Tür trete, erwartet mich trockene verschmutze Luft. Es riecht leicht verbrannt und staubig. An meinem ersten Tag im Stadtzentrum trug ich das erste Mal in meinem Leben einen Mundschutz. Der sicherlich nicht verhindert, dass meine Lunge nach drei Monaten aussehen wird wie eine Rosine, aber dafür sorgt, dass Übelkeit und Kopfschmerzen ausbleiben. Auf den Autos, den Straßen und den Schuhen liegt heller Staub von der Gobi Wüste und den Industrien die Beijing einsäumen. Väterchen Wikipedia verrät mir, dass die Luftqualität von Beijing zu den schlechtesten dieser Welt gehört.

Public Transport in China

Taffic in Beijing
Taffic in Beijing

Um sich selbstständig und unabhängig bewegen zu können, war es mir besonders wichtig die öffentlichen Verkehrsmittel so früh wie möglich zu begreifen. Glücklich stellte ich fest, dass die Subway genauso aussah wie in Hong Kong und die Stationen auch in Englisch angeschrieben sind. Leider kann ich mit dem einfachsten und schnellsten der Verkehrsmittel nicht zur Arbeit fahren. Ab Dienstag werde ich mich also täglich mit ein paar Millionen anderen Chinesen in der Rush-hour mit Taxi und Bus in den Stau stellen. An den Bushaltestellen gibt es keinen englischen Anschrieb und die Taxi-Fahrer sprechen – genauso wie die meisten anderen Chinesen auch – kein Englisch. Das dürfte eine gute Gelegenheit sein um mein Talent für ausdrucksstarkes Gefuchtel weiter auszubauen. Für den Notfall schreibt mir mein Mitbewohner auf Mandarin einen Zettel mit dem ich um Hilfe bitten kann.

Longnose Alarm!

Dass man als Person mit europäischen Gesichtszügen in Asien auffällt, war mir bereits klar. Trotzdem erreicht es hier in Beijing für mich nochmal ein neues Level. Während ich mit einer neuen Bekannten durch das Stadtzentrum laufe, bestaune ich die moderne Architektur und versuche nicht überfahren zu werden. Vergeblich. Alarmiertes „Elena Gucke! Gucke Elena!“ wird mir fast non-stop von meiner Begleiterin nachgerufen, während ich gedankenverloren meinen architektonischen Voyeurismus auslebe. Dabei entgehen mir die interessierten Blicke der umstehenden Chinesen. Beim Abendessen erhält meine neue Bekannte neugierige Nachrichten und Anrufe von Menschen, die uns gemeinsam in der Stadt gesichtet hatten.

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