Shichahai - Nihau and Meow

Sunny Beijing

Nachdem ich gestern Abend meine Feuertaufe im Nachtleben von Beijing hinter mich gebracht hatte, begann mein Morgen etwas später. Verschlafen lunze ich zwischen den Vorhängen hindurch und blicke zu einem makellos blauen Himmel und Sonnenschein hinauf. So gut wie heute hatte ich die Luft in Beijing noch nie erlebt.

Best day in Beijing so far

Hutong in Beijing
Hutong in Beijing

Freitagabend habe ich das erste Mal seit meiner Ankunft wieder westliches Essen mit Besteck zu mir genommen. Der Burger schmeckte fad und das Hantieren mit Messer und Gabel fühlt sich ungewohnt an. Wie in China üblich trage ich nun drei Mal am Tag mit Stäbchen die Schlacht gegen mein Essen aus. Die chinesischen Mahlzeiten sind alle mit unseren “Mittagsessen” gleichzusetzen. Ein Post dazu schreibe ich in den kommenden Wochen. Dazu zog es mich in die Gegend Shichahai mit seinem Hutongs. Am Wochenende, besonders bei gutem Wetter besteht ein Ausflug dorthin größtenteils aus einem anstrengenden Zick-Zack und Geschiebe mit zahllosen anderen chinesischen Touristen.

Beijings Hutongs
Beijings Hutongs

Doch das eigentlich Interessante in den traditionellen Gassen-Vierteln sind sowieso die Seitenstraßen. Auf der „Hauptstraße“ reihen sich Läden dicht aneinander. Dort brodelt das Business. Die kleinen Nebenstraßen zeigen das ursprüngliche Leben hinter der Geldmaschinerie. Alte Chinesen sitzen in der Sonne, gehen mit ihren Hunden Gassi, Kinder spielen und riesiges Obst und Gemüse wird angeboten. Restaurants sind meistens klein aber sehr zu empfehlen.Unweit liegen drei Seen: Qianhai (前海), Houhai (后海) und Xihai(西海), deren Oberfläche noch leicht mit Eis bedeckt ist. Ein älteres Pärchen bereitet sich auf eine kleine Runde im eisigen Wasser vor. Am Rand scharen sich schaulustige Passanten, um mitzufiebern während sich die Frau langsam ins Wasser begibt.

Thrilling but exhaustive

Durch Beijings Größe fällt es leicht Distanzen falsch einzuschätzen. Nach Stunden merke ich wie lange ich und meine chinesische Bekannte dort schon umher flanieren. Auf dem Rückweg machen wir kurz in der apm Mall halt. Westliche Geschäfte und teure asiatische Designer reihen sich nahtlos aneinander. Anstatt mit einem Kaffee-to-go eilen die jungen Chinesen hier mit Milchtee in der Hand durch die Mall. Eine Mischung aus schwarzem Tee, Milch, Sahne und einer Süßigkeit nach Wahl. Ich habe bereits Oreo Kekse und Erdbeer-Sirup probiert. Zu Beginn legt der schwarze Tee eine bizarr bittere Note unter die Süßigkeiten und die Milch. Nach ein paar Schlucken merkt man wie süffig er ist.

Beer Battle
Beer Battle

Das beste am chinesischen Essen ist die Vielfältigkeit und die Möglichkeit viele einzelne Gerichte bestellen und probieren zu können. Heute esse ich „in der Sichuan Provinz“. Die Gerichte sind scharf und bringen auch Chinesen ordentlich ins Schwitzen. Nachdem wir den ganzen Tag unterwegs waren schmerzen meine Füße und mein Rücken. Die zahllosen neuen Eindrücke fühlen sich unglaublich an sind aber auch anstrengend. Ich trinke mit meinem Mitbewohner noch ein Dosenbier. Er Weißbier. Ich chinesisches Bier. Wie es sich gehört. Ein Blick in meinen Facebook Newsfeed erinnert mich daran, dass bei euch gerade Karneval ist. Also kramt euer Biene Maja Kostüm hervor und packt die Klopfer aus während ich mich auf einen neuen spannenden Tag in der nördlichen Hauptstadt freue.

Die Yinding Bridge wurde in der Ming Dynastie gebaut und ist circa 500 Jahre alt.

Yinding" bridge (银锭桥)
Yinding bridge (银锭桥)
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